Neuropsychologie
Die Neuropsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie und der Neurowissenschaften. Die neuropsychologische Tätigkeit (Diagnostik und Behandlung) ist speziell für Patienten mit Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns ausgerichtet. Voraussetzung für die Behandlung ist eine neuropsychologische Diagnostik. Auf der Grundlage des Befundes wird eine Behandlungsplanung erstellt. Vorhandene Ressourcen, biographische Bezüge und innere Faktoren (Antrieb, Motivation, Anpassungsfähigkeit) werden bei der Behandlung berücksichtigt.
Neuropsychologie befasst sich mit Diagnose und Therapie der Folgen, die Hirnschädigungen auf die kognitiven Funktionen und die emotionale Befindlichkeit haben. Zu den kognitiven Funktionen zählen beispielsweise:
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Gedächntis
- Planen und Handeln
- Problemlösefähigkeiten
- Denken
- Wahrnehmung
Die neuropsychogische Diagnostik kann mehrere Stunden dauern. Eine Behandlungseinheit dauert in der Regel 50 Minuten. Im Durchschnitt umfasst eine neuropsychologische Behandlung ungefähr 40 Einheiten, wobei es je nach Krankheitsbild Schwankungen geben kann.
Neuropsychotherapie
Dieser Begriff wurde von Klaus Grawe (Psychologe, Psychotherapeut) geprägt. Grawe hat viele Forschungen zur Effektivität der Psychotherapie durchgeführt und eine allgemeine Psychotherapie, unabhängig von den einzelnen Therapieschulen, entwickelt. Diese Psychologische Therapie oder Neuropsychotherapie beruht auf den Forschungen zu den Wirkfaktoren der Psychotherapie und der Erkenntnisse der Neurowissenschaften.
In der Zwischenzeit liegen viele neurowissenschaftliche Befunde zu psychischen Störungen vor. Diese Erkenntnisse bereichern die angewandte Psychotherapie in der Praxis.
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